
Münster fordert Spitzenreiter Stuttgart
Münster. Die Ausgangslage ist klar: Wenn Volleyball-Bundesligist USC Münster am Mittwoch (28. Oktober, 20 Uhr) den Allianz MTV Stuttgart empfängt, gleicht das einem Duell von David gegen Goliath. Auf der einen Seite ist da Gastgeber USC, der in dieser Saison das jüngste Team der Liga stellt und seit fast sieben Jahren vergeblich auf einen Sieg gegen die Schwaben wartet. Auf der anderen Seite steht der vierfache Deutsche Meister und fünffache Pokalsieger Stuttgart, der auch in dieser Saison zu den Top-Titelanwärtern zählt und gegen Münster seit 2011 in 45 Begegnungen nur sieben Mal verlor.
Und dennoch: In der aktuellen Saison sind beide Teams mit der maximalen Ausbeute von vier Siegen aus vier Spielen gleichauf. Stuttgart führt das Klassement nach Erfolgen über Dresden (3:0), Flacht (3:0), Erfurt (3:0) und Suhl (3:1) an. Münster folgt nach dem 3:1 über Wiesbaden und Vilsbiburg sowie 3:0 über Borken und Hamburg auf Rang drei. „Zwölf Punkte aus vier Spielen waren ein Superstart“, sagt USC-Trainer Matthias Pack, weiß aber auch: „Diese Woche wird eine Standortbestimmung. Wie schlagen wir uns, wenn wir mit den Schwergewichten in den Ring steigen?“
Auf ein Wiedersehen mit Luisa van Clewe müssen die Münsteraner Fans verzichten. Die Mittelblockerin, die von 2022 bis 2025 das USC-Trikot trug, fällt mit einer Schulterverletzung langfristig aus. Neben van Clewe muss Stuttgart auch auf Mittelblockerin Anna Koulberg (Knie) und Libera Yurika Bamba (Fuß) verzichten. Dafür aber ist mit Kiyarash Maleki ein guter Bekannter an Bord. Für Stuttgarts Co-Trainer, der bis 2025 für die Unabhängigen tätig war, sind die Spiele in Berg Fidel nach wie vor etwas Besonderes. „Ich habe noch immer Kontakt zu einigen Leuten“, sagt er. „Ich freue mich natürlich, sie wiederzusehen.“
Auch wenn Pack und er sich zuletzt am vergangenen Wochenende für die jeweiligen Aufgaben viel Erfolg wünschten, will sich Maleki vor dem Spiel am Mittwoch nicht in die Karten schauen lassen. „Wir arbeiten jeden Tag hart daran, uns weiterzuentwickeln und als Team besser zu werden. Dafür trainieren wir intensiv“, sagt er. Und der USC? „Münster ist wie immer eine junge und kämpferische Mannschaft, die für jedes Team gefährlich werden kann. Sie spielen gerne kreativ und versuchen, Lösungen zu finden. Deshalb müssen wir von Anfang an konzentriert sein und unser eigenes Spiel durchziehen. Ich denke, es wird ein interessantes Spiel.“
Drei Tage nach dem Stuttgart-Spiel wartet auf die Green Kalinen dann schon der nächste Hochkaräter. Am Samstag (31. Oktober, 18.30 Uhr) steht das Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten SSC Palmberg Schwerin auf dem Programm.