
Auswärtsspiel in Borken – es wird laut und intensiv
Münster. Eltern, Geschwister, Tanten und Onkel sowie Cousins und Cousinen – wenn Volleyball-Bundesligist USC Münster am Mittwoch (14. Oktober, 18 Uhr) bei den Skurios Volleys Borken antritt, kann Esther Spöler auf ihren ganz eigenen Fanklub zählen. Spölers Familie und Freunde haben sich angekündigt, um die USC-Kapitänin bei ihrem Gastspiel in der alten Heimat zu unterstützen. Die 28-Jährige stammt aus Borken und spielte acht Jahre lang für die Skurios Volleys, ehe sie über den BSV Ostbevern 2024 den Weg nach Münster fand.
„Borken ist meine Heimat und mit der Halle verbinde ich viele Erinnerungen. Zu wissen, dass meine Familie und meine Freunde auf der Tribüne sitzen, gibt mir zusätzlichen Rückhalt und erinnert mich auch daran, wo meine volleyballerischen Anfänge liegen“, sagt Spöler. Zugleich macht sie klar: „Sobald der erste Ball gespielt ist, zählen für mich nur noch das Hier und Jetzt und die Aufgabe, die wir als Team lösen wollen.“
Ins erste Auswärtsspiel der Saison geht Münster mit dem Rückenwind des 3:1-Sieges gegen Wiesbaden zum Bundesligastart. Borken dagegen unterlag zum Auftakt Meister VfB Suhl LOTTO Thüringen mit 0:3. „Ich bin froh, dass wir gleich mal drei Punkte auf unserem Konto verbuchen konnten und eine sehr gute kämpferische Leistung gezeigt haben“, sagt USC-Trainer Matthias Pack. „Ein paar Situationen hätten wir cleverer lösen können. Aber da waren wir vielleicht zu sehr im Kampfmodus.“
Kampfgeist und Leidenschaft werden von den Green Kalinen auch am Mittwoch gefordert sein, da ist sich Pack sicher. Zwar gewannen die Münsteranerinnen in der vergangenen Saison jeweils 3:0 und behielten auch in der Vorbereitung zwei Mal mit 3:1 und 4:1 die Oberhand. Allerdings können die Gastgeberinnen auf den Rückhalt ihrer Fans bauen. Beim USC-Gastspiel in der vergangenen Saison war die Mergelsberg-Sporthalle mit 1042 Zuschauer*innen ausverkauft.
„Ich erwarte einen harten Fight und eine laute Halle, in der man sein eigenes Wort nicht versteht“, sagt Pack. „Wir müssen uns daher schon im Vorhinein darüber im Klaren sein, wie wir spielen wollen.“ Auch Spöler erwartet ein intensives Spiel: „Entscheidend wird sein, dass wir von Beginn an präsent sind, mutig auftreten und auch in schwierigen Phasen konsequent bleiben. Ich möchte, dass wir unser Spiel selbstbewusst durchziehen, taktisch diszipliniert bleiben und uns auf unsere eigenen Stärken konzentrieren.“
Bereits am Sonntag (18. Oktober, 16 Uhr) wartet danach die nächste Aufgabe auf den USC. Dann sind die Roten Raben Vilsbiburg zu Gast in der Münsteraner Sporthalle Berg Fidel.