
Pokalfight in Schwerin: USC Münster unterliegt denkbar knapp im Tiebreak
Was für ein Krimi in der Palmberg Arena! Der USC Münster lieferte dem amtierenden Deutschen Meister SSC Palmberg Schwerin im Viertelfinale des Zoi DVV-Pokals einen epischen Fight über fünf Sätze, musste sich am Ende aber hauchdünn mit 2:3 (23:25, 29:27, 25:16, 23:25, 19:17) geschlagen geben und so ging ein Spiel, das eigentlich keinen Verlierer verdient hätte, nach 2 Stunden und 23 Minuten an die Gastgeberinnen.
Nach einem nervösen Beginn fand der USC schnell in die Partie und sicherte sich den ersten Satz mit großem Kampfgeist. Auch der zweite Durchgang war ein packendes Duell auf Augenhöhe, das Schwerin mit 29:27 für sich entschied. Der dritte Satz war der einzige klare Abschnitt des Spiels und ging mit 25:16 an den Favoriten. Doch Münster bewies Moral, kämpfte sich zurück und erzwang mit 23:25 den Tiebreak. Dort brachte Trainer Matthias Pack die 17-jährige Franziska Heil vom VCO Münster, die mit Doppelspielrecht für den USC aufläuft – und die Youngsterin zeigte mit mutigen Aktionen ihr großes Talent.
Der Entscheidungssatz war ein Spiegelbild des gesamten Spiels: Führungswechsel, spektakuläre Ballwechsel und pure Emotionen. Der USC hatte drei Matchbälle, konnte aber keinen verwerten. Schwerin nutzte schließlich seinen dritten und gewann mit 19:17. „Das war ein Spiel, das Werbung für den Volleyballsport gemacht hat“, so der sportliche Leiter Ralph Bergmann. „Natürlich überwiegt kurz nach dem Ende die Enttäuschung, aber das Team kann stolz auf diese Leistung sein.“
Für Isabel Martin war es ein ganz besonderes Spiel: Die Außenangreiferin bestritt ihr letztes Match im USC-Trikot, bevor sie in ihre Wahlheimat USA zurückkehrt. „Isabel war sportlich und menschlich eine Bereicherung für den USC Münster. Wir danken ihr herzlich und wünschen ihr alles Gute“, so Bergmann.
Der USC gratuliert Schwerin zum Einzug ins Halbfinale und richtet den Blick nun auf die Bundesliga. Mit der gezeigten Leistung hat das junge Team bewiesen, dass es mit den Besten mithalten kann – und genau darauf will Münster in den kommenden Spielen aufbauen.