
Comeback nach Schulter-OP: Elena Kömmling zurück auf dem Feld
Am vergangenen Samstag war es endlich soweit: Nach einer langen Verletzungspause und einer Schulteroperation in der Vorbereitung stand Elena Kömmling wieder für den USC Münster auf dem Feld. Wir haben mit ihr über die schwierige Zeit, den Weg zurück und ihre Ziele gesprochen.
„Ich war erstmal ziemlich nervös“
Elena erinnert sich an den Moment ihres Comebacks:
„Ich bin noch nicht bei 100 %, und dennoch ist mein Anspruch an mich selbst sehr hoch. Als dann die Info kam, dass ich starte, war die Freude riesig. Endlich wieder auf dem Feld zu stehen – das war ein großartiges Gefühl. Gleichzeitig wollte ich natürlich meine momentan beste Leistung abrufen.“
Die schwierige Zeit der Verletzung
Die Phase vor der Operation war für Elena besonders belastend:
„Das Warten auf eine klare Diagnose war sehr schwer. Nicht zu wissen, was los ist, macht einen verrückt. Als dann die OP feststand, war das nach der langen Zeit mit Schmerzen fast eine Erleichterung. Natürlich war es mental und körperlich hart, den Saisonstart zu verpassen und geduldig zu bleiben. Aber Zweifel, ob ich zurückkomme, hatte ich nicht. Ich habe schon schlimmere Verletzungen überstanden und wusste: Ich schaffe das.“
Reha mit Geduld und Teamgeist
Die ersten Schritte nach der OP waren herausfordernd:
„Am Anfang konnte ich meinen Arm überhaupt nicht bewegen. Vor allem nicht schlafen zu können, war schwer. Aber dann hatten wir einen klaren Plan und ein Ziel. Ich war fast jeden Tag bei der Physiotherapie bei Rehab Five und habe viel gearbeitet. Die Fortschritte von Woche zu Woche haben mir viel Energie gegeben. Am schwierigsten war die Angst, wieder anzugreifen – das war auch die schmerzhafteste Herausforderung.“
Besonders wichtig war für Elena die Unterstützung:
„Consti und Simon haben mir nie das Gefühl gegeben, dass etwas nicht nach Plan läuft. Das hat mich beruhigt. Und das Team – einfach unglaublich! Jeder kleine Schritt wurde bejubelt. Das hat mir sehr viel bedeutet.“
Anmerkung: Hinter „Consti und Simon“ stehen unsere Physiotherapeuten der Praxis Rehab Five Constantin Lingenfelser und Simon Brüggemann, die Elena in dieser Zeit intensiv begleitet haben.
Der erste Einsatz und die nächsten Ziele
„Körperlich ist es nach wie vor anstrengender nach der langen Pause, aber die Motivation, mich durchzubeißen und wieder auf mein altes Niveau zu kommen, hält mich am Laufen. Mental war es angenehmer als erwartet, weil ich so viel Vertrauen von allen spüre.“
Ein besonderer Moment?
„Mein erster Angriffspunkt diese Saison – den werde ich nicht vergessen.“
Und die Ziele?
„Ich will wieder zu voller Stärke kommen und viele Punkte für den USC machen. Durch die Verletzung konnte ich an vielen Lösungen ohne den Angriffsschlag arbeiten. Jetzt möchte ich den nächsten Schritt machen.“
„Eine Verletzung ist nur ein kleiner Schritt zurück“
Was hat Elena aus dieser Zeit gelernt?
„Ich habe mir selbst bewiesen, dass mich keine Verletzung aufhält, Volleyballerin zu sein. Man kann auch in so einer Phase viel lernen – zum Beispiel das Spiel von außen sehen und Dinge verbessern. Mein Tipp: Eine Verletzung ist nur ein kleiner Schritt nach hinten, danach geht es wieder viele Schritte nach vorne.“