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Zwingt der USC den Meister ins Entscheidungsmatch?

Youngster Luisa Keller ist wichtig für die Balance im USC-Team. Darauf kommt es am Sonntag besonders an. Foto: Stefan Gertheinrich
Youngster Luisa Keller ist wichtig für die Balance im USC-Team. Darauf kommt es am Sonntag besonders an. Foto: Stefan Gertheinrich

Es ist das bis dato wichtigste Match in der Saison, vor dem der USC Münster am kommenden Sonntag steht: Zur USC-Primetime um 14.30 Uhr ist im Viertelfinalrückspiel um die Deutsche Meisterschaft der amtierende Champion SSC Palmberg Schwerin zu Gast im Volleydome am Berg Fidel.
 
Trotz einer überwiegend sehr ansprechenden Leistung musste sich das Ensemble von Trainer Teun Buijs am letzten Samstag den Schwerinern mit 0:3 geschlagen geben. Eine Vorentscheidung ist das freilich nicht, aber für den Außenseiter aus Westfalen ist klar: Wenn man noch weiter im Rennen um die Medaillenplätze dabei bleiben will, muss am Sonntagnachmittag ein Sieg her! Denn mit einem Erfolg – ob nun in drei, vier oder fünf Sätzen – zwänge der USC die Mecklenburgerinnen in ein Entscheidungsspiel um den Halbfinaleinzug. Das Spiel würde dann bereits am 28. März in Schwerin stattfinden.
 
Die USC-Spielerinnen jedenfalls gehen nicht nur hoch motiviert, sondern auch selbstbewusst und vor allem optimistisch in den Vergleich am Sonntag. Und zwar auch – oder vielleicht gerade – weil Münster die letzten neun Partien gegen den Rekordmeister verloren hat und der letzte Sieg heute genau 1200 Tage her ist. Am 7. Dezember 2014 rangen die Unabhängigen – Trainer war damals noch der heutige Sportleiter Axel Büring – den SSC im Volleydome am Berg Fidel mit 3:2 nieder. Und in Münster finden alle: Es ist an der Zeit, der USC ist gegen Schwerin wieder mit einem Sieg dran!
 
An die Statistik allerdings verschwendet Teun Buijs keine Gedanken. „Wir müssen realistisch sein. Schwerin ist Meister, wir waren letztes Jahr Siebter und haben nun einen kleinen Schritt nach vorne getan als Sechster. Schwerin bleibt der große Favorit, aber es ist immer die Chance auf einen Sieg da.“ Und eben die hat sich in den letzten Tagen aus Sicht von Buijs noch einmal erhöht. „Wir sind jetzt wieder auf dem Leistungslevel, den wir im Dezember hatten, bevor Lena Vedder sich ihren Kreuzbandriss zugezogen hat“, wertet der 58-Jährige. Dafür sorgt unter Anderem auch des Youngsters im Team: Die 16-jährige Luisa Keller „ist sehr gut in Form, sie hat einen Lauf“, lobt Buijs die Diagonalspielerin. „Sie bringt uns dadurch die Balance, die wir lange nicht hatten. Das gibt allen anderen Akteurinnen Sicherheit und Stabilität. Jede kann sich jetzt wieder komplett auf ihr eigenes Spiel konzentrieren.“
 
Am vergangenen Samstag in Schwerin lief das auch schon ganz gut, „aber gegen einen so starken Gegner reicht das dann eben auch manchmal noch nicht“, so Buijs. Doch der Niederländer fügt an: „Das am Sonntag ist wieder ein neues Match. Wir starten bei 0:0!“  
 
Buijs selbst war am Freitag noch gewohnt ruhig. „Ich bin damit beschäftigt, das Spiel taktisch vorzubereiten“, so der Coach, „da ist man noch nicht nervös. Die schlimmsten Stunden für einen Trainer sind die am Sonntag vor dem Match. Da kannst du nichts mehr tun, und wartest nur darauf, dass der Wettkampf endlich losgeht.“ Doch auch diese Phase wird vorbeigehen. Und dann geht es für beide Kontrahenten wirklich um die Wurst.

 

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