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USC will sich beim Meister teuer verkaufen

USC-Talent Lina Alsmeier: Wieder in der Start-Sechs? Foto: Stefan Gertheinrich
USC-Talent Lina Alsmeier: Wieder in der Start-Sechs? Foto: Stefan Gertheinrich

Irgendwie ist es bis dato in der laufenden Saison für den USC Münster das schwerste und leichteste Match in einem: Am Samstagabend (19 Uhr) gastiert das Team von Trainer Teun Buijs beim SSC Palmberg Schwerin.
 
Das schwerste Spiel, weil die Schweriner – auch wenn sie unter der Woche gegen den Dresdner SC mit 13:15 im Tiebreak verloren – das derzeit beste deutsche Team sind: Deutscher Meister, Supercup-Sieger, Tabellenführer. Das leichteste Spiel, da Münster bei diesen Attributen des Gegners völlig ohne Druck und befreit aufspielen kann; der ausgemachte Favorit sind die Mecklenburgerinnen.
 
„Für uns soll es darum gehen, dass wir weiter daran arbeiten, uns zu verbessern“, sagt Teun Buijs vor dem Match beim Champion. „Es ist gut, erneut gegen ein Team mit einem so hohen Level anzutreten. Je mehr Spiele wir auf diesem Niveau haben, desto besser ist das für uns, für unsere Entwicklung“, meint der 57-Jährige.  
 
Über die Qualität der von Bundestrainer Felix Koslowski trainerten Schwerinerinnen, braucht man nicht zu sinnieren. Mit Denise Hanke, der Ex-Münsteranerin Louisa Lippmann, Jennifer Geerties und Marie Schölzel haben die Norddeutschen vier feste Kadermitglieder der DVV-Auswahl, dazu gesellen sich internationale Asse wie Lauren Barfield oder Greta Szakmáry. Wobei Buijs, der mit dem SSC als Trainer 2012 und 2013 alle vier möglichen nationalen Titel holte, und an seiner alten Wirkungsstätte noch viele Freunde hat, sich besonders auf Nationalzuspielerin Hanke freut, die auch damals schon half, Titel zu holen. Und Louisa Lippmann, die am Stützpunkt Münster zur Nationalspielerin reifte, adelt der Coach: „Sie hat Weltklasse-Niveau!“
 
Aber – „auch Schwerin ist nicht unschlagbar“, weiß Buijs, für den es mit seinem Team, das weiter auf Ines Bathen (Sprunggelenksverletzung) verzichten muss, vor allem darum geht „gut zu spielen und uns teuer zu verkaufen. Dann muss man sehen was dabei am Ende herauskommt. Aber man muss auch realistisch sein.“  
 
Möglich, dass Buijs seine Startsechs im Verhältnis zum überzeugenden 3:1 letzten Sonntag gegen die Roten Raben Vilsbiburg verändert. Dort brachte er im Block Jule Langgemach für Roosa Laakkonen und Chiara Hoenhorst für die erst 17-jährige Lina Alsmeier, die ihr Starting-six-Debüt feierte. „Lina hat das wirklich sehr gut gemacht. Aber Chiara kommt auf. Und auch Nadja Schaus hat aufgeholt“, berichtet der Niederländer. Und wie gesagt: Ohne Ergebnisdruck können die Münsteraner ja vielleicht auch das momentan beste deutsche Team etwas ärgern.

 

18.02.2018

Das war keine 0:3-Niederlage wegen der man sich grämen müsste: Zwar verpasste der USC Münster am Sonntag gegen Meister Schweriner SC einen Satzgewinn beim 24:26, 22:25 und 19:25, doch der Auftritt der vom Verletzungspech gebeutelten Westfälinnen konnte sich sehen lassen.
 

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