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USC verliert nach tollem Fight im Tiebreak

Roland Klein, stellvertretendes Vorstandmitglied der Sparkasse Münsterland Ost, überreichte die MVP-Medaillen und ein kleines Präsent an die MVPs Neira Marina Ortiz Ruiz und Lina Alsmeier (rechts). Foto: Daniel Wessling
Roland Klein, stellvertretendes Vorstandmitglied der Sparkasse Münsterland Ost, überreichte die MVP-Medaillen und ein kleines Präsent an die MVPs Neira Marina Ortiz Ruiz und Lina Alsmeier (rechts). Foto: Daniel Wessling

Der USC Münster verliert das Heimspiel in der Volleyballbundesliga gegen die Roten Raben Vilsbiburg nach einem tollen Fight denkbar knapp mit 2:3 (25:21, 15:25, 11:25, 25:19, 14:16). USC-Coach Teun Buijs und 1.425 Zuschauer in der Halle Berg Fidel sahen eine wahre Achterbahnfahrt des USC. 

Top-Leistung in den Sätzen eins, vier und fünf. Längere Schwächephasen und Probleme in der Annahme in den Sätzen zwei und drei. Im Tiebreak fehlten dann am Ende vielleicht auch ein wenig das Glück, die Kraft und die Erfahrung. „Wenn Du im fünften Satz mit 11:8 führst“, so Teun Buijs, „dann musst Du das Spiel eigentlich nach Hause bringen.“ Insgesamt sah der Trainer jedoch eine gute Entwicklung in der Mannschaft und war sehr zufrieden damit, „dass wir nach 1:2-Satzrückstand noch so wiedergekommen sind.“ Als wertvollste Spielerinnen wurden nach der Partie Neira Marina Ortiz Ruiz (Vilsbiburg, 18 Punkte) und Lina Alsmeier (12 Punkte) ausgezeichnet. 

Der USC begann mit folgender Starting Six: Sarah van Aalen, Lina Alsmeier, Liza Kastrup, Ivana Vanjak, Barbara Wezorke, und Demi Korevaar. Als Libera kam wie gewohnt Linda Bock zum Einsatz. 

Im ersten Satz konnte der USC-Außenanriff die Bälle zunächst nicht auf den Boden bringen. Die Unabhängigen lagen folgerichtig mit 1:3 und 2:4 im Hintertreffen. Aus dem Hinterfeld klappte es dann besser und Lina Alsmeier sorgte mit zwei Punkten für den Ausgleich. Auch bei Ivana Vanjak klappte es gut durch die Mitte. Zur ersten technischen Auszeit führte der USC mit 8:6. Mit Lina Alsmeier am Aufschlag konnte sich der USC dann sogar auf 11:7 absetzen. Zur zweiten technischen Auszeit stand es 16:12. Über 18:14 und 19:15 lief es weiter gut für Münster. Dann jedoch einige Aufschlag- und Annahmefehler. Die Raben kamen bis auf zwei Punkte ran. Ein starker Block von Ivana Vanjak und eine tolle Abwehraktion von Linda Bock sorgten dann wieder für mehr Stabilität. 25:21 hieß es letztlich. 

Mit einem erfolgreichen Schnellangriff startete der USC in den zweiten Satz. Anschließend wechselte die Führung hin und her. Nach mehreren Aufschlagfehlern Münsters lagen die Gäste aus Vilsbiburg zur ersten technischen Auszeit mit 6:8 vorne und enteilten dann sogar auf 6:11. Teun Buijs nahm eine Auszeit. Luisa Keller kam für Liza Kastrup in die Partie. Johanna Müller-Scheffsky für Ivana Vanjak. Es nützte nichts. Vilsbiburg zog auf 6:17 davon. Elf Punkte in Serie gelangen den Roten Raben zu dieser Phase. „Da hat der Gegner unsere Annahmeprobleme eiskalt ausgenutzt“, so der Trainer. Das war die Vorentscheidung im zweiten Satz. Lara Drölle kam nun für Sarah van Aalen, ins Spiel. Am Ende hieß es 15:25 aus USC-Sicht. 

In der anschließenden 10-Minuten-Pause gab es einiges zu besprechen in der USC-Kabine. In der Halle überreichte unterdessen der langjährige USC-Premium-Sponsor Sparkasse Münsterland Ost der USC-Jugendabteilung einen Spendenscheck über 5.000,- Euro. Klasse!

 

Der USC Münster freut sich riesig und bedankt sich herzlich bei der Sparkasse Münsterland Ost über die großzügige Spende. USC-Präsident Martin Gesigora nimmt den Scheck über 5.000 Euro gerne von Roland Klein, Vorstandsmitglied der Sparkasse Münsterland Ost, entgegen. Auch die Einlaufkinder kamen am Sonntag von der Sparkasse und erledigten ihren "Job" perfekt.
Der USC Münster freut sich riesig und bedankt sich herzlich bei der Sparkasse Münsterland Ost über die großzügige Spende. USC-Präsident Martin Gesigora nimmt den Scheck über 5.000 Euro gerne von Roland Klein, stv. Vorstandsmitglied der Sparkasse Münsterland Ost, entgegen. Auch die Einlaufkinder kamen am Sonntag von der Sparkasse und erledigten ihren "Job" perfekt. Foto: Daniel Wessling

Beide Teams kamen hellwach und motiviert aus der Kabine. Nach einigen langen Ballwechseln, bei denen die Gäste jeweils das bessere Ende für sich hatten, ließ der USC die Raben von 4:4 auf 4:11 davonziehen. Stabilität und Selbstvertrauen waren durch den erneuten Lauf der Raben erneut verloren gegangen. Juliane Langgemach war inzwischen für Barbara Wezorke im Spiel. Auch Zuspielerin Sarah van Aalen bekam erneut eine Pause. Lara Drölle kam für sie. Zur zweiten technischen Auszeit stand es 7:16. Beim Stand von 7:19 kam Luisa Keller für Liza Kastrup, die zu Satzbeginn wieder auf das Feld gekommen war. Beim 11:23 wechselte Buijs Doreen Luther für Demi Korevaar ein. Kurz darauf war der zweite Durchgang mit 11:25 entschieden.  Das war heftig. Sollte es das schon gewesen sein? 

Nein! In den vierten Satz fighteten sich die USC-Spielerinnen nach anfänglichem 0:2-Rückstand sprichwörtlich hinein und lagen zur ersten technischen Auszeit mit 8:5 in Führung. Raben-Coach Timothy Lippuner blieb erst einmal cool, nahm dann aber beim 11:7 doch eine Auszeit. Dasselbe tat dann auch USC-Coach Teun Buijs, nachdem die Raben bis auf einen Zähler verkürzt hatten (12:11). Die Unabhängigen kamen fokussiert aus der Pause und konnten die Führung bis zur zweiten technischen Auszeit auf 16:13 und später auf 18:14 ausbauen. Was für ein Comeback des USC! Das Publikum stand nun fast durchgängig auf den Rängen. Der vierte Satz ging völlig verdient mit 25:19 an Münster. Tiebreak!

Ein Block von der starken Juliane Langgemach sorgte im entscheidenden fünften Satz für den ersten Punkt für Münster. Über den Zwischenstand 2:2 erhöhte der USC den Druck: 6:2 nach Monsterblock Demi Korevaar! Kurz darauf ein erneuter Block Korevaar zum 8:4 – Seitenwechsel. Vilsbiburg verkürzte auf 9:7 – Teun Buijs nahm eine Auszeit. Und noch eine beim 11:10. Vilsbiburg hatte jedoch die stärkeren Nerven. Einen Matchball konnte der USC noch abwehren. Schließlich endete der fünfte Satz mit 14:16 für die Gäste. 

Weiter geht es für den USC am kommenden Mittwoch in Schwerin. Das nächste Heimspiel steigt am 27. November um 18.30 Uhr gegen den Dresdner SC.


 

08.12.2019

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