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USC lässt keinen Höhenflug der Raben zu

Juliet Lohuis schießt hier mitten durch den Raben-Block durch. Foto: Daniel Wesseling
Juliet Lohuis schießt hier mitten durch den Raben-Block durch. Foto: Daniel Wesseling

Mit einem hoch verdienten 3:1 (25:17, 18:25, 25:17, 25:19) gegen die Roten Raben Vilsbiburg hat der USC Münster am Sonntagnachmittag den vierten Tabellenplatz in der Volleyball-Bundesliga verteidigt und seinen vierten Erfolg im vierten Heimspiel eingefahren.
 
Vor über 1100 Zusehern war es ein wichtiger Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten im Rennen um die Pole-position hinter den Top-Drei der Liga, der umso höher zu bewerten ist, als dass Leistungsträgerin und USC-Dauerbrennerin Ines Bathen verletzt zum Zuschauen verdammt war. Die 27-Jährige, bereits dreifache MVP-Medaillengewinnerin bei den Unabhängigen, hatte sich am Samstag im Training eine Sprunggelenksverletzung zugezogen. Die Außenangreiferin wird dem USC vermutlich auch in den Auswärtsspielen gegen Schwerin und Suhl nicht zur Verfügung stehen.
 
Die Art aber, wie die Mannschaft von Trainer Teun Buijs das Fehlen Bathens kompensierte, war absolut beeindruckend, noch dazu vor dem Hintergrund, dass da ja auch noch die Enttäuschung vom knappen und unglücklichen Pokalaus in der Vorwoche in den Hinterköpfen stecken musste. „Wie die Mannschaft das gemacht hat, hat gezeigt, dass wir wirklich ein Team sind“, bezog sich Buijs nach dem Spielende auf die USC-Losung #oneteam, „alle haben heute noch ein Quäntchen mehr gegeben und für Ines gespielt. Das macht mich sehr stolz“, so der 57-Jährige.
 
Auch mit dem Schachzug, die erst 17-jährige Lina Alsmeier von Beginn an aufs Feld zu schicken, lag der Niederländer goldrichtig. Die Angreiferin vom Bundesstützpunkt Münster feierte ein vorzügliches Startsechs-Debüt, und auch Chiara Hoenhorst, die Alsmeier dann früh im vierten Satz ersetzte, knüpfte da an.  
 
Womöglich wirkte sich auch positiv aus, dass Raben-Coach Timo Lippuner seine Sechs klar auf ein Mittun von Bathen vorbereitet hatte. Die neue USC-Variante schmeckte den Niederbayern nämlich zunächst gar nicht. Ehe sich‘s die Raben versahen, lagen sie schon mit 1:8 hinten, wobei der USC in der Tat bis zum 15:6 mit raffiniertem und variablem Spiel glänzte, dazu in Aufschlag und Block überragend agierte. Als die Süddeutschen nach einem Zwischenhoch (12:15) dachten, sie hätten nun Zugriff auf den neunfachen Meister, schüttelte dieser sich kurz und sackte den ersten Set mit 25:17 ein.
 
Dennoch schafften es die Gäste, im zweiten Durchgang in nahezu allen Bereichen mehr Präsenz zu entwickeln. Bei Münster andererseits klappten viele Sachen aus dem ersten Abschnitt nicht mehr so gut. Die Konsequenz war, dass die Raben bei 6:5 das Zepter in die Hand nahmen und auch behielten.  
 
Doch solche kleinen Rückschläge haften dem USC in dieser Saison nicht lange an. Das Buijs-Ensemble kämpfte sich mit bärenstarken Aktionen in die Partie zurück, obwohl das Gesamtniveau an diesem Nachmittag nicht ganz mit dem aus dem Stuttgarter Pokalspiel mithalten konnte. Dennoch agierte der USC pfiffig am Netz, brachte zudem Vilsbiburgs Zuspielerin Ilka van de Vyver mit ausgezeichneten Aufschlägen dazu, viele Meter machen zu müssen. Mit dem Punkt zum 16:13 hatte Münster die Bayern geknackt und zog, befeuert auch von einer Aufschlagserie der glänzenden Regisseurin Mareike Hindriksen, auf 24:14 davon. Der Rest war Formsache.
 
Und auch im vierten Abschnitt war es nur im ersten Drittel ein Match, in dem es Schlag um Schlag ging. Zwischen den Technischen Auszeiten machte Münster aus einem 7:8 ein16:14, dann war es die mittlerweile für Roosa Lakkoonen eingewechselte Blockerin Jule Langgemach, die mit einer weiteren Serviceserie von 17:15 auf 22:15 für die Vorentscheidung sorgte. Den Raben war in dieser Phase auch der Glaube abhanden gekommen, hier in Münster noch etwas Zählbares mitnehmen zu können. Gerade Ivana Vanjak, die mit 20 Punkten beste Münsteranerin und MVP war, war für die Roten in dieser Phase nicht zu stoppen. Nach 95 Minuten saß der dritte Matchball, und die Unabhängigen bejubelten den fünften Sieg im siebten Saisonspiel. Die Belohnung: Auf Platz vier führt der USC weiterhin die Verfolgergruppe des Spitzentrios an.

 

17.10.2018

Kaz Brown ist nun seit zwei Monaten in Münster. Die 193 cm große Mittelblockerin wechselte von den „Wildcats“ der Kentucky University Lexington (USA) zum USC. Für die Amerikanerin ist die Umstellung daher sicher besonders groß. Heute (Mittwoch, 17. Oktober) feiert sie ihren 22. Geburtstag. Es ist ihr erster Geburtstag fernab von Familie und Freunden. Heimweh hat sie aber nicht.

16.10.2018

Nach dem Dauerkarten-Vorverkauf hat der USC Münster nun auch den Vorverkauf für Einzeltickets für sämtliche Heimspiele der Volleyball-Bundesligasaison 2018/19 freigeschaltet. Ab sofort sind die Tickets unter www.usc-muenster.de online bestellbar.

15.10.2018

Der USC Münster II hält sich in der 3. Liga weiter schadlos – und damit an der Spitze. Der Aufsteiger gewann auch seine fünfte Partie, diesmal mit 3:0 gegen den MTV Hildesheim. Dabei trumpfte eine ehemalige Bundesliga-Spielerin im Angriff auf.

15.10.2018

Das Abschiedsspiel für Ines Bathen, eingebettet in die Präsentation des Bundesligateams 2018/19, hätte besser nicht laufen können. Dem spätsommerlichen Bilderbuchwetter zum Trotz kamen knapp 750 Fans am Sonntagnachmittag in die Halle Berg Fidel. Eine gebührende Kulisse für den Abschluss einer Bilderbuchkarriere. 

14.10.2018

Dieser Abschied war ein gebührender: Nach elf Jahren in der Volleyball-Bundesliga hat Ines Bathen auf Wiedersehen gesagt. 736 Zuschauer waren gekommen – und erlebten einen emotionalen Nachmittag, bei dem die Gefeierte ein paar Tränen verdrücken durfte.

13.10.2018

Der Tag des Abschiedsspiels ist gekommen für Ines Bathen. Am Sonntag gibt die 28-Jährige ihre letzte Vorstellung im Trikot des USC Münster. Damit endet eine ganz besondere Karriere am Berg Fidel. Denn in den Schoss fiel der Außenangreiferin nichts.