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USC kehrt mit 3:0 über SCP auf Rang vier zurück

So kennt man sie: Linda Dörendahl (M.) machte am Sonntag einen Klasse-Job. Foto: Daniel Wesseling
So kennt man sie: Linda Dörendahl (M.) machte am Sonntag einen Klasse-Job. Foto: Daniel Wesseling

Mit einem überzeugenden 3:0 (25:19, 25:22, 25:21) gegen den SC Potsdam hat sich der USC Münster am Sonntagnachmittag den vierten Tabellenplatz im Bundesligaklassement zurückerobert.
 
Die Mannschaft von Teun Buijs hat damit auch die kurze Serie von drei Niederlagen in Folge (mit allerdings immerhin zwei Zählern) beendet und ihren ersten Dreier im Kalenderjahr 2018 eingefahren. Das ist umso bemerkenswerter, als die Westfälinnen kurzfristig die nächste Hiobsbotschaft wegstecken und kompensieren mussten.
 
Denn Libera Lisa Thomsen zog sich Ende der Woche im Training eine Bänderverletzung im Sprunggelenk zu und fehlte gegen Potsdam. Für sie nominierte Buijs Linda Dörendahl nach, die spontan aushalf und mit ihrer ganzen Erfahrung und Klasse enormen Anteil am Sieg der Münsteranerinnen hatte. Denn bis auf die Anfangsphase machte es wirklich den Eindruck, die 33-Jährige, die im Sommer 2017 ihre lange Profikarriere in Münster beendete und in der Regionalligamannschaft des USC ihr neues sportliches Zuhause gefunden hat, sei nie wirklich weg gewesen.
 
„Linda hat das super gemacht“, strahlte Teun Buijs nach dem Spiel, in dem er mit Wiebke Zink als zweiter Libera eine weitere Akteurin aus dem Unterbau im dritten Set brachte. Ein weiterer Vorteil für die Unabhängigen: Ines Bathen hatte ihre Sprunggelenksverletzung endgültig auskuriert und spielte gegen Potsdam dann auch gleich auf 100 Prozent – was ihr hernach die goldene MVP-Medaille bescherte. „Das war wieder die alte Ines“, frohlockte Buijs, „in Annahme, Abwehr und im Angriff. Sie ist immens wichtig für uns!“
 
Buijs, der nach Thomsens Verletzung ja erneut umbauen musste – auch weil Blockerin Juliet Lohuis wegen eines Infekts in der Woche nicht trainieren konnte – brachte ergo neben Zuspielerin Mareike Hindriksen die Blocker Roosa Laakkonen und Jule Langgemach, Liza Kastrup auf der Diagonalen und Bathen und Ivana Vanjak auf Außen/Annahme, sowie natürlich Libera Dörendahl. Und eine kurze Zeit machte die Umstellung dem Team auf dem Court auch ganz schön zu schaffen. Bei der ersten Auszeit lagen die Münsteranerinnen mit 3:8 schon deutlich hinten. Aber am Ende dauerte es im Verhältnis doch nur eine kurze Zeit, bis sich das Ensemble gefunden hatte. Münster drehte nun den Spieß einfach um und bei 9:9 war SCP-Coach Davide Carli bereits zur ersten Auszeit gezwungen.  
 
Erstmal am Aufschlag, setzten die Gastgeberinnen die Brandenburger vor allem mit dem Service immens unter Druck. SCP-Libera Sophie Dreblow wurde richtiggehend eingedeckt und hatte große Mühe. Münster nahm die Chance an und lag bei der zweiten Auszeit nach einem Ass von Liza Kastrup bereits mit 16:13 vorn. Als Carli bei 19:14 für den USC die zweite Auszeit nahm, war das Mienenspiel bei Potsdam schon eher konsterniert, während man beim USC förmlich den neuen Biss spürte. Ivana Vanjak, mit 15 Ballpunkten einmal mehr Münsters Erfolgreichste, setzte dem ersten Set ein Ende.
 
Konzentriert gingen die Unabhängigen nach dem ersten Seitenwechsel ihren eingeschlagenen Weg weiter. Man merkte, dass wieder das Selbstvertrauen da war, Mareike Hindriksen fand in Vanjak, aber auch in Blockerin Langgemach (12 Punkte) und Bathen (10) eifrige Abnehmerinnen, eine Variabilität, an der es Potsdam am Sonntag mangelte. Das Niveau der Partie ging gegen Mitte des zweiten Durchgangs etwas runter, aber dass der SCP unter seinem eigentlichen Leistungsvermögen blieb, war durchaus auch Werk der Münsteranerinnen. Wieder war es Vanjak, die den Schlusspunkt des Sets setzte.
 
Und nach einem kurzen Wackler (3:6) schüttelten sich die Westfälinnen kurz, Youngster Luisa Keller kam für Liza Kastrup, und die Dominanz des USC kehrte zurück. Interessant zu sehen im Übrigen: In einigen Rotationen bei gegnerischem Aufschlag deckten Bathen und Dörendahl das halbe Feld ab – das erinnern USC-Kenner noch aus der Büring-Zeit. Als Buijs dann Mitte des dritten Abschnitts Laakkonen schonte, die einen Ball auf den Finger bekommen hatte, und Chiara Hoenhorst kam, standen bei Münster im Übrigen nur noch deutsche Spielerinnen auf dem Feld. Beispielhaft in der Bundesliga. Genial dann der verwandelte Matchball von Mareike Hindriksen, die schon zum dritten Mal in dieser Saison ein Spiel mit einem Pritscher in die freie hintere Feldecke beendete.
 
Dass Münster nun auf Rang vier zurückgekehrt ist, fand Buijs unmittelbar nach Spielende zwar „ganz schön. Aber mein Ziel ist es erstmal, dass wir gut Volleyball spielen. Und ich denke auch, dass wir nächstes Wochenende in Wiesbaden deutlich mehr gefordert sind, als es der SC Potsdam heute getan hat.“

 

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