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USC gewinnt 3:1 in Wiesbaden

Auswärtssieg! Der USC Münster gewinnt mit 3:1 (25:23, 15:25, 25:19, 25:23) beim VC Wiesbaden und bleibt als Tabellenfünfter im Kampf um eine gute Ausgangsposition für die Playoffs weiterhin gut positioniert. Als wertvollste Spielerin (MVP) wurde Kapitänin und Zuspielerin Mareike Hindriksen ausgezeichnet. Silber ging an die Ex-Münsteranerin Sina Fuchs vom VC Wiesbaden. 

USC-Coach Teun Buijs begann die Partie mit Mareike Hindriksen, Luisa Keller, Liza Kastrup, Kaz Brown, Teresa Mersmann und Juliane Langgemach sowie mit Lisa Thomsen als Libera. Im ersten Satz suchten beide Teams lange nach ihrem Rhythmus. Münster ließ die Gastgeberinnen zunächst auf 6:2 davonziehen, drehte das Ganze dann jedoch über gute Aufschläge von Liza Kastrup, stabile Blockarbeit und einen Lob von Kapitänin Mareike Hindriksen zu einer 8:7-Führung zur ersten technischen Auszeit. Teresa Mersmann servierte anschließend ebenfalls gut, Wiesbaden wusste jedoch zu kontern und ging erneut in Führung (13:9). Teun Buijs sah sich zu einer Auszeit gezwungen und wechselte beim Stand von 14:9 für Wiesbaden Lina Alsmeier für Luisa Keller ein. „Wir mussten unsere Taktik ein wenig an den Gegner anpassen“, erklärt der niederländische Trainer nach dem Spiel. Mit einem 4-Punkte-Vorsprung für Wiesbaden ging es in die zweite technische Auszeit. Und die Hessinnen hielten den USC auch anschließend auf Distanz, bauten den Vorsprung sogar auf 20:14 aus. Die folgenden drei Punkte gingen dann aber an Münster, sodass auch Wiesbadens Coach Dirk Groß seinen Spielerinnen eine Auszeit gönnte. Diese fruchtete jedoch nicht – der USC war jetzt im Kampfmodus, glich zum 20:20 aus und ging kurz darauf mit 22:21 in Führung. Ein Missverständnis auf Wiesbadener Seite brachte Münster kurz darauf die ersten beiden Satzbälle. Lina Alsmeier verwandelte den zweiten zum 25:23 für den USC. „Wie wir da zurückgekommen sind, das war schon sehr stark“, lobte der Coach sein Team.

Auch in Durchgang zwei konnte sich anfangs kein Team absetzen. Trainer Teun Buijs wusste schon vor dem Spiel, dass er sich auf eine Geduldsprobe würde einlassen müssen. Nach einigen leichten Fehlern auf Münsteraner Seite stand es dann aber doch überraschend schnell 8:4 für Wiesbaden. Und so ging es weiter:  Beim Stand von 14:9 wechselte Teun Buijs Luisa Keller für Teresa Mersmann ein. Wiesbaden blieb jedoch am Drücker und punktete weiter. Beim 18:11 war eine Vorentscheidung gefallen. Buijs versuchte durch die Einwechslung von Svenja Enning, Lena Vedder und Linda Bock zwar nochmal, Wiesbaden aus dem Rhythmus zu bringen, aber der zweite Satz ging mit 25:15 an die Gastgeberinnen. „Im zweiten Satz haben wir es nicht gut gemacht“, haderte der Trainer nach der Partie mit der Leistung seines Teams. 

Die anschließende zehnminütige Pause nutzte der erfahrene Coach dann, um seine Mannschaft perfekt auf den Gegner einzustellen. Wesentlich konzentrierter als gegen Ende des zweiten Satzes kam die Mannschaft aus der Kabine und führte im dritten Satz zur ersten technischen Auszeit mit 8:6. Schnellangriffe über Kaz Brown und Jule Langgemach führten zu diesem Zeitpunkt mehrfach zu Punktgewinnen. Leider schlichen sich dann wieder leichte Fehler in Annahme und Angriff ein und Wiesbaden verteidigte solide. Kapitänin Mareike Hindriksen sorgte jedoch durch variantenreiche Zuspiele dafür, dass der USC mit einem 4-Punkte-Vorsprung in die zweite technische Auszeit gehen konnte. „Die Pause nach dem zweiten Satz hat uns sehr geholfen“, so Teun Buijs. „Ich habe meine Mannschaft an unseren Plan erinnert und nochmal genau die einzelnen Etappenziele abgesteckt. Es hat dann ja auch zum Glück gut funktioniert.“ Über 20:15 und 23:17 baute Münster den Vorsprung aus. Wiesbaden erhöhte den Druck zwar nochmals, der USC hielt diesem aber Stand und holte sich den dritten Satz verdient mit 25:19. Das Minimalziel war bereits jetzt erreicht. Ein Auswärtspunkt. Aber ging da noch mehr? 

Über 2:0 und 6:1 kam der USC ausgezeichnet in den vierten Satz. Wiesbaden zeigte Nerven und setzte zu diesem Zeitpunkt gleich mehrere Angriffsschläge ins Aus, ins Netz oder in den gut postierten USC-Block. Angefeuert von mehr als 1.500 Zuschauern verkürzten die Hessinnen jedoch auf 6:8 und später auf 9:11. Geduld und Stabilität waren jetzt die Tugenden, auf die der USC setzen musste. Die Rechnung schien aufzugehen. Mit 16:11 für den USC Münster ging es in die zweite technische Auszeit des vierten Satzes. Wer gedacht hatte, Wiesbaden würde aufstecken, der sah sich jedoch getäuscht. Der Gastgeber kam nochmal auf 21:21 heran, bevor Lisa Thomsen mit einem äußerst platzierten „Danke-Ball“ die Weichen auf Sieg stellte. Mit 25:23 ging auch der vierte Satz und damit das Match an den USC Münster. „Wir hane im dritten und vierten Satz keine Wiesbadener Führung mehr zugelassen“, zeigt sich Teun Buijs zufrieden. „Auch wenn es am Ende des vierten Satzes nochmal eng wurde, so haben wir doch stets die Ruhe bewahrt und die Kontrolle über das Spiel gehabt.“

Am 19. Dezember geht es mit dem Auswärtsspiel bei Aufsteiger NawaRo Straubing weiter für den USC Münster.  
 

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