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USC-Coach Teun Buijs: „Wir haben ein tolles Team!“

Trainingsauftakt mit voller Kapelle - lediglich Linda Bock und Juliane Langgemach fehlten am Donnerstag.
Trainingsauftakt mit voller Kapelle - lediglich Linda Bock und Juliane Langgemach fehlten am Donnerstag.

Am 1. August ist der USC Münster in die Saisonvorbereitung gestartet. Zum Trainingsauftakt standen Cheftrainer Teun Buijs neun Spielerinnen zur Verfügung. Im Interview gibt der Coach einen Einblick in seine Planungen für die anstehende Bundesligasaison.


Wie war die volleyballfreie Zeit? Oder hast Du Dich auch im Urlaub mit Volleyball beschäftigt? 
Teun Buijs: „Der Urlaub war schön. Aber ich denke natürlich auch im Sommer immer an den Volleyball, schaue mir Spiele anderer Teams und Nationalmannschaften im Fernsehen oder im Internet an. Ich will und muss ja schließlich wissen, was die anderen so machen. In diesem Sommer habe ich allerdings nicht viel Neues gesehen.“

Am 1. August hat sich das neu zusammengestellte Team erstmals zum Training getroffen. Wie war Dein Eindruck? 
Teun Buijs: „Es ist ein tolles Team, das kann ich schon jetzt sagen. Ich bin sehr zufrieden mit der Zusammenstellung des Teams. Alle machen einen sehr fitten und überaus motivierten Eindruck.“

Jetzt hat es doch einen größeren Umbruch im Team gegeben, als erwartet. Das Durchschnittsalter liegt im Vergleich zum letzten Jahr nochmals niedriger. Was kann man von der Mannschaft erwarten?
Teun Buijs: „Im Vergleich zum letzten Jahr war der Umbruch größer, aber wir sollten nicht vergessen, dass der USC in meinem ersten Jahr als Trainer elf neue Spielerinnen geholt hat. Nur Ines Bathen und Jule Langgemach waren damals schon beim USC, alle anderen kamen neu hinzu. Und die, die jetzt neu gekommen sind, haben trotz ihres jungen Alters alle jahrelange Erfahrung auf hohem Niveau und werden sich schnell an die Bundesliga gewöhnen. Ich denke, wir haben ein sehr gut ausbalanciertes Team.“ 

Mehrere Top-Spielerinnen haben die Bundesliga Richtung Ausland verlassen. Werden die Karten in der Liga nun neu gemischt? 
Teun Buijs: „Ja, auch mehrere deutsche Nationalspielerinnen spielen künftig im Ausland. Für die Deutsche Nationalmannschaft ist das mit Sicherheit von Vorteil, weil sie sich dort weiterentwickeln werden. Ob es sich auf die Hackordnung in der Liga auswirkt, weiß ich nicht. Aber da ist es ja vor allem im Mittelfeld in den letzten Jahren ohnehin schon sehr eng geworden.“

Wie sehen Deine konkreten Pläne für die kommenden Wochen der Saisonvorbereitung aus?
Teun Buijs: „Im August werden wir vor allem am Teambuilding arbeiten, Krafttraining machen und die individuellen Fähigkeiten der Spielerinnen stärken. Im September geht es dann verstärkt an die Taktik und unser Spiel-System. Und dann werden wir auch den Spielerinnenrat und die neue Kapitänin benennen.“

Wird es Vorbereitungsspiele in Münster geben? 
Teun Buijs: „Ja, wir werden am 7. September hier in Münster gegen den VC Sneek und Apollo 8 Borne spielen. Und in der letzten Septemberwoche kommen die Les Mariannes aus Paris erneut zu einem Trainingslager zu uns. Dann werden wir am 24. August in Borken gegen die Skurios Volleys und den VfL Oythe spielen. Das ist für Fans des USC sicher auch interessant und fahrtechnisch durchaus machbar. Genau wie das Turnier am 31. August bei Eurosped Almelo. Am 14. September spielen wir noch ein Turnier bei Set-Up 69. Und am 28. September geht es dann noch traditionell zum Turnier nach Aachen.“   

Eine neue Spielerin fehlt noch für den geplanten 12-er-Kader. Auf welcher Position wird sie gesucht und gibt es schon Kandidatinnen, die in der engeren Wahl stehen? 
Teun Buijs: „Wir suchen eine Außenspielerin. Es gibt mehrere Kandidatinnen, die hier auch in Kürze zum Probetraining kommen werden. Da ist noch nichts entschieden.“

Der USC geht mit nur einer Libera in die Saison. Was ist Plan B, wenn Linda Bock mal ausfallen sollte? 
Teun Buijs: „Innerhalb der USC-Familie gibt es mehrere sehr gute Libera, die uns aushelfen könnten. Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen.“

Mit Lisa Thomsen und Marvin Mallach kannst Du gleich auf zwei Assistent/innen zurückgreifen. Was bedeutet das konkret für die Trainingsplanung?
Teun Buijs: „Das war letzte Saison auch schon so. Also eigentlich nichts Neues. Wichtig ist, dass ich bei den morgendlichen Trainingseinheiten einen Co-Trainer habe. Es gibt immer viel zu tun, rund um das Training und die Mannschaft. Da kann man fast gar nicht genug Leute haben. Mit Lisa und Marvin werde ich mit Sicherheit – wie auch schon in der Vergangenheit – sehr gut zusammenarbeiten können. Das ist das Wichtigste.“

Du gehst nun in die 3. Saison beim USC. Was ist Dein Ziel? 
Teun Buijs: „In meinem ersten Jahr haben wir trotz elf neuer Spielerinnen Platz 6 belegt. Damit war ich zufrieden. Im letzten Jahr hatten wir viel Verletzungspech und einen sehr schlechten Spielplan. Wenn diese beiden Faktoren anders gewesen wären, dann hätten wir besser abgeschnitten als schließlich auf Platz 7. Für diese Saison wünsche ich mir einfach, dass wir leistungsmäßig stabiler werden und von Verletzungen verschont bleiben.“

Über den Spielplan für die kommende Saison haben sich einige Fans beschwert. Gleich vier Heimspiele finden an einem Mittwoch statt. Wie findest Du den Spielplan aus Trainersicht? 
Teun Buijs: „Aus Trainersicht finde ich den Spielplan besser, als den aus der Vorsaison. Da hatten wir mal wochenlang gar kein Heimspiel und dann zwei in einer Woche oder drei an aufeinanderfolgenden Wochenenden und sehr viele Englische Wochen. Da haben wir es in dieser Saison besser. Die vier Heimspiele am Mittwoch werden für einige Fans schwierig, das stimmt. Fangen wir zu früh an, schaffen es viele nicht rechtzeitig. Fangen wir zu spät an, müssen einige verzichten, weil sie am nächsten Morgen früh raus müssen. Aber man muss auch die andere Seite sehen: Wenn man mit dem Verein und seinen Sponsoren ins Fernsehen will, dann muss man Kompromisse eingehen. Und dann gibt es ja noch so viele internationale Termine und Belange, die berücksichtigt werden müssen.“

Letzte Saison war der Ausfall von Ivana Vanjak eines der größten Probleme. Wie weit ist sie jetzt schon wieder? 
Teun Buijs: „Sie ist auf einem guten Weg, ihre alte Stärke zurückzuerlangen. Die Spielpraxis fehlt aber natürlich noch und die muss sie dosiert erhalten. Daher denke ich, dass ein Einsatz in der Nationalmannschaft für sie noch zu früh käme.“

Mit Lisa Thomsen und Mareike Hindriksen fehlen in Zukunft zwei Spielerinnen, die auf dem Feld so etwas wie Dein verlängerter Arm waren. Wer übernimmt diese Rolle in der kommenden Saison?  
Teun Buijs: „Zunächst einmal muss man sagen, dass mit der gewachsenen Erfahrung der jungen Spielerinnen insgesamt gar nicht mehr so viel auf dem Feld gecoacht werden muss. Wenn ich bedenke, welche Entwicklung die USC-Youngsters in den letzten Jahren genommen haben, dann kann man sagen, dass sie wirklich inzwischen gestandene Bundesligaspielerinnen sind. Auch Sarah van Aalen und Demi Korevaar haben bereits A-Nationalmannschaft gespielt. Und Taylor Nelson ist ebenfalls sehr erfahren. Ihr und Barbara Wezorke zum Beispiel, aber auch den anderen Spielerinnen traue ich durchaus zu, auf dem Feld eine Führungsrolle zu übernehmen.“ 

Große Teile der Mannschaft sind in diesem Jahr bei der Vorbereitung von Anfang an dabei. Ist das ein Vorteil? 
Teun Buijs: „So ist alles etwas leichter zu organisieren. Das stimmt schon. Aber Nationalmannschaftseinsätze bringen die Spielerinnen natürlich auch immer individuell weiter. Insofern freue ich mich über jede Nominierung sehr. Für die Bundesligasaison ist für uns entscheidend, dass die Mädels möglichst verletzungsfrei bleiben.“

Was macht den USC für die kommende Saison aus?
Teun Buijs: „Wir müssen unseren Slogan beherzigen – oneteam. Das ist wichtig. Als Einheit aus Verein, Spielerinnen, Fans und Sponsoren müssen wir den Volleyball bestmöglich in Münster präsentieren. Wir haben ein gutes Team, davon bin ich überzeugt. Wir werden guten Sport zeigen.“
 

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