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USC bei den Raben: Weit auseinander – und doch dicht beisammen

Wiederholung erwünscht: Juliet Lohuis (l.) und Ivana Vanjak blocken Raben-Angreiferin Dayana Segovia. Foto: Stefan Gertheinrich
Wiederholung erwünscht: Juliet Lohuis (l.) und Ivana Vanjak blocken Raben-Angreiferin Dayana Segovia. Foto: Stefan Gertheinrich

15 Spiele sind in der Bundesliga mittlerweile absolviert, der Pulk der acht Teams, die sich nachhaltig um den Einzug ins Playoff-Viertelfinale bewerben, biegt mit seinem letzten 25 Prozent auf die Zielgerade ein. Und auf der bekommt es der USC Münster am kommenden Samstagabend mit einem Tabellennachbarn und daher direkten Konkurrenten zu tun: Bei den Roten Raben Vilsbiburg müssen die Westfälinnen bestehen.
 
Es ist die weiteste Reise, die der Spielplan für Münster bereithält. Gute sieben Stunde reiner Fahrzeit sind die Unabhängigen für einen Weg „on the road“, daher ging auch das Freitagstraining am Vormittag früher als sonst vonstatten, um trotz der gut 660 Kilometer Distanz nicht erst zu nachtschlafender Zeit in Niederbayern aufzukreuzen.  
 
An der Vils treffen die Unabhängigen auf einen Gegner, den viele Beobachter der Volleyball-Szene möglicherweise etwas weiter vorne in der Tabelle gesehen hätten. Momentan bringen es die Raben auf sieben Siege und acht Niederlagen, genau wie der Tabellennachbar aus Münster, wobei der USC jedoch vier Zähler mehr auf dem Konto hat und darum als Sechster mit lediglich zwei Punkten Rückstand auf den begehrten vierten Platz gelistet ist.
 
Dass der Zug für einen besseren Playoffplatz für die Raben abgefahren ist, würde USC-Coach Teun Buijs nicht unterschreiben: „Es sind noch fünf Spiele, da kann noch viel passieren“, meint der Niederländer trotz des durchaus nicht leichten Restprogramms der Bayern. Buijs: „Die Raben haben ihre Stärken, beispielweise ihren Kampfgeist. Das haben sie beim 3:2 in Schwerin gezeigt“, weiß Buijs, der zudem Diagonalangreiferin Dayana Segovia und Zuspielerin Ilka van de Vyver, so wie die Kapitänin und Außenangreiferin Laura Künzler aus der Schweiz. Und dann ist da ja auch noch Mittelblockerin Leonie Schwertmann, die aktuelle deutsche Internationale, die im Sommer von der Aa an die Vils wechselte und auch dort zum Stammpersonal gehört.
 
Beim USC hat Buijs selbst immer noch damit zu kämpfen, dass nach der Kreuzbandverletzung von Diagonalangreiferin Lena Vedder die Balance im Team gestört wurde, da die Mannschaft mit Vedder auf dieser Position einen optimalen Wirkungsgrad erreicht hatte und sich bestens eingespielt zeigt. „Dazu müssen wir bis spätestens zum Ende der Hauptrunde zurückfinden“, weiß Buijs, der nun mit Ivana Vanjak auf der Diagonalen die beste Lösung gefunden zu haben scheint. Doch auch das muss sich jetzt erstmal einpendeln.
 
So fahren die Münsteraner mit vorsichtigem Optimismus nach Niederbayern. Dass Buijs und sein Team in der Lage sind, das richtige Rezept aufzutischen, um gegen die Raben zu gewinnen, haben sie Mitte Dezember bereits im Heimspiel gezeigt. Das entschied der USC mit 3:1 für sich.  
 
 

 

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