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U20 kehrt mit Bronze zurück von den Deutschen Meisterschaften

Foto: Michael Eyinck
Foto: Michael Eyinck

Die U20 des USC Münster kommt mit der Bronzemedaille im Gepäck zurück von den Deutschen Meisterschaften im Baden-Württembergischen Bretten. Angereist als Titelverteidiger und nach einer 10:2-Führung im Tiebreak des Halbfinals quasi schon mit einem Fuß im Finale, überwog zunächst die Enttäuschung, aber am Ende war man auch ein bisschen stolz auf Bronze.

"Der 3. Platz ist natürlich nicht schlecht", fasst Trainer Marvin Mallach das Abschneiden zusammen. Schiebt aber nach: "Wenn Du aber im Tiebreak des Halbfinals mit 10:2 führst und dann den Sack nicht zumachst, dann ärgert mich das natürlich schon. Und nicht nur mich, uns alle."

 

Platz zwei nach der Vorrunde

Nach einem leichten Auftaktsieg gegen die TG Bad Soden (25:15, 25:9) lief es im zweiten Vorrundenspiel gegen den SV Lohof zunächst nicht so gut, der erste Satz ging mit 18:25 deutlich verloren. Im zweiten Satz steigerte sich der USC, nach dem 25:20 musst der Tiebreak entscheiden. Da setzten sich die Lohofenerinnen mit 15:9 durch. Nachdem Libera Janna Völker über Muskelprobleme klagte, rückte Lilian Engemann im letzten Vorrundespiel gegen den TV Rottenburg auf die Liberaposition. Ohne stark gefordert zu sein gewann der USC mit 25:9 und 25:12 und beendete die Vorrunde auf dem zweiten Platz.

 

Favoritensterben im Viertelfinale

Der Samstag endete mit der Zwischenrundenbegegnung gegen den SV Bad Laer, mit dem klaren 2:0-Sieg (25:17, 25:11) qualifizierte sich der USC für das Viertelfinale. Der Sonntag begann früh um 9 Uhr mit den Viertelfinalspielen, der USC traf auf den SC Potsdam. Im ersten Satz konnte der USC vier Satzbälle nicht nutzen und Potsdam gewann den Durchgang noch mit 27:25. Den zweite Satz gewann der USC knapp mit 25:23 und auch der Tiebreak ging mit 15:11 an die Münsteranerinnen.

Überraschend unterlagen die hohe Favoritinnen vom Dresdner SC im Spiel gegen den SCU Emlichheim deutlich mit 14:25 und 20:25 und auch der Schweriner SC verlor gegen den späteren Meister vom VT Berlin in zwei knappen Sätzen mit jeweils 23:25. Im letzten Viertelfinalspiel gewann der SV Lohof das bayerische Duell gegen die Roten Raben Vilsbiburg klar mit 25:14 und 25:17.

 

Halbfinale gegen Emlichheim

Der erste Satz des Halbfinales war lange Zeit ausgeglichen, erst gegen Satzende konnte der USC den Druck mit starken Aufschlägen erhöhen und gewann am Ende sicher mit 25:21. Im zweiten Satz lief der USC dann von Beginn an einem Rückstand hinterher. Erst zum Satzende wurde es noch einmal eng, aber Emlichheim verwandelte den zweiten Satzball zum 25:23. Im anschließenden Tiebreak lief es zunächst optimal für die Münsteranerinnen, bis auf 10:2 wurde der Vorsprung ausgebaut. Doch dann kam ein unerklärlicher Bruch ins Spiel des USC. Emlichheim kämpfte aufopferungsvoll und die Münsteraner Angreiferinnen brachten die Angriffe einfach nicht mehr durch. Auch die Auswechselungen zeigten nicht den gewünschten Erfolg, der SCU nutzte den Lauf und gewann am Ende mit 15:13 gegen die konsternierten Münsteranerinnen. Auch Trainer Marvin Mallach fand im Anschluss an das Spiel keine Erklärung für die Niederlage.

 

Spannendes Endspiel

Im Endspiel trafen die Emlichheimer Spielerinnen auf das Volley Team Berlin. Die Berlinerinnen hatten sich zuvor in drei Sätzen gegen den SV Lohof durchgesetzt. Den ersten Satz konnte der SCU Emlichheim besonders dank einer starken Abwehrleistung mit 25:22 gewinnen, den zweiten Satz gewannen die Berlinerinnen klar mit 25:14 und auch der umkämpfte Tiebreak ging mit 15:12 an das Team aus der Hauptstadt. Herzlichen Glückwunsch an den neuen Deutschen Meister, aber auch an den zweitplatzierten SCU Emlichheim und natürlich an den SV Lohof und unser Team, die sich den dritten Platz teilen.

Bei der abschließenden Siegerehrung sah man bei den USC-Spielerinnen schon wieder ein Lächeln, schließlich war es für einige die ersten Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften und mit dem erzielten dritten Platz trotz der Halbfinalniederlage ein großer Erfolg. Viele Spielerinnen sind noch keine 18 Jahre alt und haben in den nächsten Jahren die Chance, sich für weitere Meisterschaften zu qualifizieren.

Bericht: Michael Eyinck

Für den USC Münster spielten: Lina Alsmeier, Luisa Beining, Chenoa Christ, Chiara Claesen, Lilian Engemann, Svenja Enning, Linn Hoger, Liza Kastrup, Luisa Keller, Picabo Reinhold, Antonia Schmücker und Janna Völker. Trainer: Marvin Mallach und Nils Westphal.

12.12.2018

Das gibt es selten mitten in der Saison: Fast zwei Wochen Zeit liegen zwischen dem letzten und dem nächsten Spiel des USC, der die Pause nach turbulenten Wochen gut gebrauchen kann. Durchatmen vor den beiden Auswärtsspielen in Straubing und Vilsbiburg.

11.12.2018

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08.12.2018

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