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Eine Ära endet: Ines Bathen sagt adé

DANKE Ines Bathen! Foto: Stefan Gertheinrich
DANKE Ines Bathen! Foto: Stefan Gertheinrich

Ines Bathen kann gar nichts sagen, ob am Ende der Kopf oder der Bauch die Hand mehr im Spiel hatten. Bei der Entscheidung jedenfalls lagen beide schließlich auf einer Wellenlänge: Die Bundesliga-Spielerin des USC Münster beendet kurz vor ihrem 28. Geburtstag ihre sportliche Karriere und beginnt ihre berufliche.
 
„Eine Entscheidung für den Job und nicht gegen den USC“, betont die Außenangreiferin, die nach elf Saisons im Bundesligateam der Westfalen das Dutzend nicht mehr voll machen wird. In Kürze hat Bathen ihren „Master of Education“ in der Tasche, fürs Referendariat hat sich die Sport- und Geografie-Studentin zum Spätsommer für den Standort Münster beworben. „Es hat sehr lange gedauert, bis ich endgültig sicher war, den Schritt zu machen, es war eine sehr schwere Entscheidung. Die Gewissheit, es so zu machen, ist in den letzten Monaten  immer mehr gereift“, gesteht die 27-Jährige. Jetzt steht der Entschluss fest.  
 
Für den USC Münster ist das sportlich und menschlich ein herber Verlust, Bathen war Dauerbrennerin, Identifikations-, oder gar Galionsfigur, ein Musterprofi mit großem (Kämpfer-)Herz, ein Teamplayer par excellence. Fast ist es ihr peinlich, mit diesen Attributen belegt zu werden, „ich finde nicht, dass beim Teamsport Einzelne herausgestellt werden müssen“, sagt Bathen. Gerade deshalb war sie für den USC in den letzten elf Jahren so wertvoll.
 
Dabei gab es im Sommer 2007, als Ines ins neue Sportinternat einzog, das damals noch in der DJK-Sportschule an der Grevener Straße beheimatet war, wohl keinen, der diese Karriere so vorausgesehen hätte. Eigentlich kam Bathen als prädestinierte Beacherin nach Münster. Im Sand sahen die Scouts und Talentförderer ihre Zukunft. Für Hallenvolleyball zu klein mit ihren 1,72, hieß es. Die Größe von Bathen war immer ein Thema – am wenigsten allerdings für die gebürtige Sauerländerin selbst. Als Axel Büring, heute Sportleiter des USC und damals Bundesligatrainer, der erst zwei Jahre zuvor das Double nach Münster geholt hatte, die 17-Jährige mit zu Testspielen nahm, zeigte sich die junge Dame unbeeindruckt. Im Gegensatz zum Coach und vielen Zuschauern. Mit ihren Sprungaufschlägen hinterließ Ines damals ein staunendes Publikum. Ein bisschen 2. Bundesliga bekam Bathen dann noch mit, dann reiste sie als Ersatz für die verletzte Anika Brinkmann mit zum Bundesliga-Spiel nach Hamburg, wenig später gehörte sie fest zum Kader. Und bringt es heute auf etwa 300 Pflichtspieleinsätze für den USC in der 1. Bundesliga und dem DVV-Pokal.
 
Die Fans in Münster haben Ines Bathen immer auf Schultern getragen, würden ihr am liebsten ein Denkmal setzen. Und sie werden sie in absolut bester Erinnerung als Aktive behalten. Denn in der letzten Saison hinterließ die U20-Weltmeisterin von 2009 einen überragenden Eindruck, den auch satte sechs MVP-Medaillen objektiv dokumentieren. Nach dieser Wertung war Bathen jedenfalls die wertvollste Spielerin des USC 2017/18. Und vielleicht hatte ihre Entscheidung auch damit zu tun: „Man soll bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist. Und ich hatte ein unfassbar geiles letztes Jahr mit diesem Team!“, so Bathen: „Jetzt freue ich mich auf eine neue, eine andere Herausforderung, diesmal nicht im sportlichen Bereich. Es ist für mich ein neuer Entwicklungsschritt, ein neuer Lebensabschnitt!“ Und es war eine Entweder-oder-Entscheidung. Denn eines war für die 27-Jährige klar: „Profi-Volleyball und eine feste Anstellung zusammen – das ist für mich keine Option. Irgendwo hätte ich dann nicht hundert Prozent gebracht, wahrscheinlich sogar auf beiden Ebenen.“ Für eine Ines Bathen inakzeptabel.
 
So gewöhnt sich Ines langsam daran, dass Veränderungen kommen, „dass es für mich eine komplette Umstellung wird. Bisher hat Volleyball mein Leben bestimmt. Das ändert sich jetzt. Der Sport hat mir super viel gegeben, ich wäre ohne ihn heute nicht die Person, die ich bin.“ Bei allem sportlichen Verlust, können Fans und Verein aber schon einmal positiv nach vorne schauen: „Ich werde dem USC – in welcher Form auch immer - erhalten bleiben“. Nur eben nicht mehr auf dem Bundesliga-Spielfeld.

 

19.03.2019

Vierter, Fünfter, Sechster oder Siebter – vier Endplatzierungen zum Ende der Hauptrunde sind für den USC Münster noch denkbar. Die Konstellation verspricht Spannung und viel Rechnerei. Am Samstag kommt es zum direkten Duell mit den Ladies in Black Aachen.

18.03.2019

Das vergangene Jahr lief für Teresa Mersmann und Cinja Tillmann hervorragend. Doch nach nur einer Saison gehen die beiden wieder getrennte Wege. Eine neue Partnerin für Tillmann ist bereits gefunden. Und die kennt man auch beim USC gut. 

16.03.2019

Der USC Münster gewinnt sein Auswärtsspiel bei Schwarz-Weiß Erfurt mit 3:1 (25:11, 20:25, 25:17. 27:25) und ist damit sicher für die Playoffs qualifiziert. Besser noch: Der USC wahrt damit seine Chancen auf eine sehr gute Platzierung für die Playoffs.

15.03.2019

Der USC Münster gastiert am Samstagabend um 18 Uhr in der Erfurter Riethsporthalle. Im vorletzten Spiel der Hauptrunde trifft die Mannschaft von Münsters Trainer Teun Buijs auf ein Team, das mit einer Niederlage gegen Straubing am vergangenen Mittwoch seinen sportlichen Abstieg besiegelt hat. Für den USC geht es um drei wichtige Punkte im Kampf um eine gute Ausgangsposition für die Playoffs.

15.03.2019

Auf Initiative des USC-Präsidenten Martin Gesigora baut Volleyball-Bundesligist sein umfassendes Netzwerk weiter aus. Jetzt gab es im VIP-Raum der Sporthalle Berg Fidel einen „Doppelschlag“ am Bundesligaspieltag 13. März, bevor die Volleyballerinnen abends mit 3:0 über Vilsbiburg triumphierten.

15.03.2019

Jetzt wird’s knifflig. Auf dem Feld sowieso, aber auch bei der Rechnerei für die optimale Ausgangslage mit Blick auf die Playoffs. Der USC Münster hat sich mit dem 3:0 gegen die Roten Raben Vilsbiburg in eine gute Position gebracht. Doch noch ist vieles möglich.