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Caramba! USC verpflichtet Helo Lacerda

USC-Neuzugang Helo Lacerda (Nummer 13) im Trikot des brasilianischen Serienmeisters Sesc-RJ Vôlei in Rio de Janeiro. Foto: FIVB
USC-Neuzugang Helo Lacerda (Nummer 13) im Trikot des brasilianischen Serienmeisters Sesc-RJ Vôlei in Rio de Janeiro. Foto: FIVB

Festa Brasiliana am Berg Fidel: Volleyballbundesligist USC Münster hat die brasilianische Diagonalspielerin Heloiza Lacerda Pereira für die kommende Saison verpflichtet. Die 29-jährige ging zuletzt beim französischen Erstligisten Mougins auf Punktejagd und spielte zuvor bei unterschiedlichen Clubs in der brasilianischen Superliga. Der USC Münster und seine Fans dürfen sich auf eine erfahrene Top-Angreiferin freuen, die ohne Zweifel die Qualität hat, den Abgang von Top-Scorerin Ivana Vanjak sportlich vergessen zu machen. 

„Helo war meine absolute Wunschspielerin“, erklärt USC-Coach Teun Buijs. Die mit dem Gardemaß von 1,88 Meter ausgestattete „Helo“ Lacerda ist eine Volleyball-Weltenbummlerin und kennt auch die Bundesliga bereits: In der Saison 2012/13 war sie beim VfB Suhl unter Vertrag. Am 16. Februar 2013 traf die damals 22-jährige in der „Wolfsgrube“ zum bislang einzigen Mal auf den USC. Münster gewann mit 3:1, Helo Lacerda erzielte in der Partie 13 Punkte für die „Wölfe“. 2016 wurde sie zur erfolgreichsten Angreiferin der brasilianischen Superliga gekürt und wechselte folgerichtig zum Serienmeister Sesc-RJ Vôlei in Rio de Janeiro. An der Seite von Anne Buijs, Tochter des USC-Cheftrainers, gewann sie dort 2017 das Triple aus Meisterschaft, Pokal und südamerikanischem Champions-League-Pendand. So landete ihr Name schließlich auf dem Zettel des Niederländers. 

„Ich freue mich sehr, dass wir Helo von einem Engagement in Münster überzeugen konnten“, so Teun Buijs. „Ich habe sie seit ihrer gemeinsamen Saison mit meiner Tochter immer weiter im Auge behalten. Sie ist eine sehr erfahrene und top ausgebildete Spielerin. Nicht nur im Angriff, sie ist auch bei Aufschlag und Annahme stark. Dazu kommt noch ihre brasilianische Mentalität. Sie wird uns in allen Belangen auf und neben dem Feld weiterhelfen.“

Im Juli wird Helo Lacerda ihre Koffer packen und von Frankreich nach Münster umziehen. Bis dahin hält sie sich an der Côte d’Azur mit Kraft- und Lauftraining fit. Ein Heimatbesuch in Brasilien kommt wegen der Corona-Pandemie nicht infrage. „Ich freue mich schon sehr auf Münster“, erklärt die Spielerin, die seit ihres Gastspiels in Suhl nicht mehr in Deutschland war. „Ich habe schon viel über die Stadt und den Verein gegoogelt. Viel Geschichte, viel Tradition, viele Studenten, viele Fahrräder… das wird eine tolle neue Erfahrung für mich. Auch auf die Zusammenarbeit mit Teun Buijs freue ich mich sehr.“ 

Ihren großen Schatz an Erfahrungen sammelte die 29-Jährige bei insgesamt 14 unterschiedlichen Vereinen. Neben Brasilien, Deutschland und Frankreich zählen auch Israel und Indonesien zu ihren Stationen als Profi-Sportlerin. „Helo ist sogar noch mehr rumgekommen in der Volleyball-Welt als ich“, zollt USC-Sportchef Ralph Bergmann seiner neuen Angreiferin Respekt. „Sie wird eine wunderbare Ergänzung für unser bestehendes Team sein, ihre Volleyball- und Lebenserfahrung - gepaart mit einer typisch brasilianischen freudigen Art, Volleyball zu spielen - wird uns sicherlich gut tun“, so Bergmann weiter. 

Mit brasilianischem Temperament und Rhythmus im Blut ausgestattet will Heloiza Lacerda aber keineswegs auf Samba und gute Laune reduziert werden: „Ich habe dem Volleyball viel zu verdanken und konnte meinen Traum von einer Profi-Karriere toll verwirklichen. Aber ich weiß auch, dass nur ganz wenige eine solche Chance bekommen. Daher arbeite ich jeden Tag hart und fokussiert, um immer noch besser zu werden. Ich hoffe, dass ich das auch in Münster zeigen kann und dem ganzen Team mit meiner Leidenschaft für den Sport und den Erfolg weiterhelfen kann.“ Starke Worte von einer starken Persönlichkeit. Die Hallensprecher und USC-DJs dürfen sich aber trotzdem gerne schon einmal ein paar Salsa-Sounds besorgen, damit dann auch hoffentlich bald endlich wieder eine Volleyball-Party am Berg Fidel gefeiert werden kann. Festa Brasiliana!

21.09.2021

Zwei Tage frei gab es für den USC nach einem kräftezehrenden Wochenende. In Wiesbaden waren die Münsteranerinnen bei einem mehrtägigen Vorbereitungsturnier zu Gast und standen dabei gegen den Allianz MTV Stuttgart, NawaRo Straubing und den VC Wiesbaden in insgesamt drei Spielen auf dem Feld.

21.09.2021

Der Countdown läuft! Nicht nur der Start in die neue Saison steht kurz bevor. Auch die langersehnte Rückkehr der Fans lässt die Vorfreude fast ins Unermessliche steigen. Der USC Münster kann es kaum noch erwarten, endlich wieder die Hallentüren öffnen zu dürfen und Zuschauer in der Halle begrüßen zu dürfen.

17.09.2021

Schon dreimal standen sich der USC und die Ladies in Black Aachen in dieser Saisonvorbereitung gegenüber. Durch den 3:2-Heimsieg der Münsteranerinnen ist die Bilanz zwischen beiden Teams nun ausgeglichen. Seit Donnerstagabend stehen auf beiden Seiten jeweils ein Sieg und eine Niederlage sowie ein Unentschieden zu Buche.

14.09.2021

Mit zwei engen 1:2-Niederlagen ist der USC Münster vom NetAachen-Cup zurückgekehrt. Gegen die Ladies in Black Aachen und Allianz MTV Stuttgart unterlagen die Unabhängigen nach drei Sätzen. Für den USC sind es die ersten beiden Niederlagen der Saisonvorbereitung. „Wir haben zweimal unfassbar knapp verloren“, berichtet USC-Chefcoach Lisa Thomsen. „Wir konnten viel ausprobieren und rotieren.

08.09.2021

Die neue Saison steht endlich wieder vor der Türe. Nicht nur auf dem Feld dürfen wir in etwa einem Monat viele neue Gesichter beim USC begrüßen, auch das Team hinter den Kulissen wird sich personell verändern.

03.09.2021

Auch das zweite Testspiel der USC-Saisonvorbereitung endet mit einem für den Volleyball untypischen Ergebnis. Nach dem 4:1-Erfolg gegen Neuwied am vergangenen Samstag trennte sich das Team von Cheftrainerin Lisa Thomsen am Donnerstag von den Ladies in Black Aachen mit 2:2 unentschieden.