
Jetzt wartet der nächste Spitzenreiter
Münster. Erst Stuttgart, jetzt Schwerin – diese Woche hat es für Volleyball-Bundesligist USC Münster in sich. Wenn die Unabhängigen am Samstag (31. Oktober, 18.30 Uhr) beim SSC Palmberg Schwerin gastieren, treffen sie zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen auf einen Bundesliga-Spitzenreiter. Aktuell führt Schwerin ohne Niederlage das Klassement an. Es folgen – ebenfalls ungeschlagen – Stuttgart auf Rang zwei und Münster – trotz Niederlage gegen Stuttgart – als Dritter.
„Wir haben gegen Stuttgart gesehen, dass wir mithalten können, wenn wir im Flow sind“, sagt USC-Trainer Matthias Pack. „Taktisch hätten wir einiges besser machen können, wie wir in der Videoanalyse gesehen haben. Daraus müssen wir jetzt die passenden Lehren ziehen.“ Sportlich sieht der Coach Schwerin auf dem gleichen Niveau wie Stuttgart. „Das wird noch mal ein richtig schweres Spiel“, so Pack.
Vor dieser Saison gab es beim SSC einen großen personellen Umbruch. Mit Devyn Robinson und Breanna Kelley (beide USA), Celina Kleemann, Livia König (beide Deutschland), Ariadna Priante (Spanien), Britt Rampelberg (Belgien) und Nataly Garcia (Puerto Rico) gibt es sieben internationale Zugänge. Auch die beiden Ex-USClerinnen Marije ten Brinke und Mia Kirchhoff stehen im Kader von Trainer Felix Koslowski. Kirchhoff allerdings macht eine Schulterverletzung zu schaffen.
Die Statistik spricht vor dem Samstagabend klar für Schwerin. In den vergangenen fünf Jahren trafen beide Teams 14 Mal aufeinander. Nur einmal konnte Münster gewinnen. Am 12. Oktober 2025 siegte der USC zum Auftakt der vergangenen Saison am heimischen Berg Fidel mit 3:2. Zudem ist die Begegnung in der Palmberg Arena an Tradition kaum zu überbieten. Kein Duell gab es häufiger in der Volleyball-Bundesliga – dieses Mal wird laut SSC die 123. Auflage ausgetragen.
Dass der Kampfgeist in Westfalen stimmt, macht Kapitänin Esther Spöler klar. „Wir gehen in jedes Spiel rein und wollen drei Punkte mitnehmen“, sagt sie. „Kann schon sein, dass wir Respekt vor dem Gegner haben. Das schüchtert uns aber nicht ein. Sondern wir wollen dann erst recht zeigen, was wir können.“
Das Spiel Schwerin gegen Münster ist im Livestream auf DYN zu sehen. Das Monatsabo kostet aktuell 14,50 Euro, das Jahres-Abo 144,96 Euro.