
Auftakt gegen Wiesbaden – USC hat „richtig Bock“
Münster. 200 Tage sind es. Wenn Volleyball-Bundesligist USC Münster am Sonntag (11. Oktober, 16 Uhr) in der heimischen Sporthalle Berg Fidel gegen den VC Wiesbaden in die neue Spielzeit startet, sind exakt 200 Tage seit dem letzten Pflichtspiel vergangen. „Es kribbelt unfassbar“, sagt Kapitänin Esther Spöler. „Wir haben so richtig Bock, dass es endlich losgeht.“ Und auch Präsident Jürgen Aigner weiß: „Wir bemerken es im Umfeld: Die Leute sind ausgehungert und freuen sich auf Volleyball und den USC.“
Und wie immer, wenn beide Klubs aufeinandertreffen, stehen die Chancen auf eine spannende Partie hervorragend. 15 Spiele bestritten Münster und Wiesbaden in den vergangenen fünf Jahren. Sechs Mal gewann der USC, neun Mal die Hessinnen. Nicht weniger als sieben Begegnungen – darunter beide Duelle in der vergangenen Saison – endeten erst im Tiebreak. Gegen keinen anderen Bundesliga-Kontrahenten bestritt Münster zuletzt so viele Fünfsatz-Spiele. „Wir stellen uns auf einen harten Kampf ein“, sagt USC-Trainer Matthias Pack. „Wir setzen auf unser Publikum und hoffen, dass wir dadurch vielleicht einen kleinen Vorteil haben.“
Mit sechs bekannten und sechs neuen Spielerinnen sowie einer gehörigen Portion Erfahrung tritt Wiesbaden gegen das jüngste Team der Liga an. Längste Akteurin ist die Ukrainerin Marharyta Geiko (1,95 Meter), gefolgt von Kathi Breitenbach (1,90 Meter), die zugleich die Jüngste ist (19). Rachel Gomez (30) und Rene Sain (29) weisen die längste Zeit im Profi-Volleyball auf. Libera Rene Sain spielte bereits für Kroatien. Julia Murmann war für Kanada im Einsatz. Aktuelle A-Nationalspielerinnen sind Wiesbadens Niederländerinnen Sanne Konijnenberg und Roos Wessels.
Neu ist auch Trainer Paul Sens, der nach elfjähriger Co-Trainer-Tätigkeit beim SSC Palmberg Schwerin jetzt erstmals in die Rolle des Cheftrainers schlüpft. „Die Mannschaft hat sich im Verlauf der Testspiele schon gut entwickelt“, sagt er. „Die beiden anstehenden Partien gegen Münster und Aachen sind dann ein erster Fingerzeig. Für den USC, die Ladies und den VCW können das sogenannte Sechs-Punkte-Spiele sein, weil die Teams erfahrungsgemäß auf Augenhöhe agieren.“
Während Wiesbaden ohne Verletzungssorgen in die Saison geht, muss Münster weiterhin auf die Langzeitverletzten Amelie Strothoff und Carla Fuchs verzichten. Dafür ist Außenangreiferin Bel Zimmerman nach überstandener Fußverletzung wieder fit. Zudem rückt mit Libera Nele Drosihn ein mit Doppelspielrecht ausgestattetes Talent vom Bundesstützpunkt Münster ins Aufgebot.
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