| USC Münster | : | RR Vilsbiburg |
Mit viel Spaß aber auch einem hohen Maß an Ehrgeiz wurden am Samstagmorgen die ersten Gruppenspiele gegen den SSV Ulm und Rudow Berlin angegangen.
Wie erwartet, war das erste Spiel gegen Ulm das Schwerste. Es dauerte einen Satz lang, bis die Aktionen sicher wurden und die seit Jahren einstudierten Spielzüge abgerufen werden konnten. Mit Glück und Geschick konnte der erste Satz mit 27-25 gewonnen werden. Dann rollte der USC-Express, der 2. Satz ging mit 25-17 klar an den amtierenden Deutschen Meister. Mit deutlich mehr Power ging es im zweiten Gruppenspiel gegen den TSV Rudow Berlin zur Sache. Das sehr schnelle und variable Angriffsspiel, aufgezogen von Anja Krause und Ute Zahlten, zog den kämpfenden Berlinerinnen schnell den Zahn. Die Sätze gingen mit 25-18 und 25-12 an den USC.
25:8 und 25:14 im Viertelfinale: Ein starkes Aufschlagspiel und ein damit absolut überforderter Gegner vom TSV Friedberg bescherten den schnellen, Kraft sparenden Sieg und die Qualifikation für die nächste Runde.
Das Halbfinale gegen den Dresdner SC versprach alleine vom Namen her ein absolutes Spitzenspiel zu werden und sorgte zunächst für eine große und dann auch begeisterte Publikumskulisse. Der Dresdner SC lief mit der aktuellen Europapokalsiegerin und Deutschen Pokalsiegerin Jana Müller, den ehemaligen Nationalspielerinnen „Micky“ Dömeland und Peggy Küttner sowie mit einer Reihe ehemaliger Erstligaspielerinnen auf. Im besten Match des Turniers, das viele Zuschauer und die Turnierleitung auf Bundesliga-Niveau sahen, konnte Dresden durch sehr gute Aufschläge, eine tolle Feldabwehr und druckvolle Angriffsschläge immer wieder in Bedrängnis gebracht werden. Anja Krause führte perfekt Regie, konnte den gegnerischen Block oftmals ausspielen und die USC-Angreiferinnen donnerten die Bälle nur so ins Dresdner Feld. Am Ende hieß es 25:15 und 25:19 für den USC Münster und das Finale war perfekt.
Hier wartete ein Gegner aus der Vorrunde: der TSV Rudow Berlin. Die Berlinerinnen hatten aus der deutlichen Niederlage zu Beginn des Turniers gelernt, agierten taktisch sehr gut eingestellt und machten auch kämpferisch schnell klar, das sie gewillt waren die Titelverteidigung des USC zu verhindern. Trainer Franz Jäger reagierte mit klugen Wechseln und taktisch cleveren Spielzügen, die USC-Oldies setzten es sehenswert um. Viele spektakuläre Ballwechsel, sehenswerte Abwehraktionen und tolle Angriffe von beiden Seiten waren eines Finales um den Deutschen Meistertitel absolut würdig. Mehrere hundert Zuschauer beklatschten auch während der Ballwechsel die Aktionen der Spielerinnen. Entscheidend war zum Schluss, das der USC viele der Kräfte zehrenden Ballwechsel für sich entscheiden konnte. Damit wurde der Widerstand von Rudow Berlin um die ehemaligen Top-Beacherinnen Gaby Freitag und Martina Stoph gebrochen. Mit 25:22 und 25:15 entschied der USC beide Sätze für sich. Das Unternehmen Titelverteidigung war gelungen! Die Mannschaft wurde zum vierten Mal (insgesamt zum siebten Mal, 3 x Start für den SCU Lüdinghausen) in Folge Deutscher Meister und nahm unter Standing Ovations der vielen Zuschauer ihre verdienten Goldmedaillen entgegen!
„Glückwunsch an die Mädels, tolle Leistung, tolle Spiele. Mit 600 Länderspielen auf dem Feld und 400 auf der Bank kann man Titel gewinnen,“ sagte nach der erfolgreichen Mission Jürgen Schulz, Vize-Präsident Sport.
Für den USC waren am Ball:
Anja Krause, Ute Zahlten, Daniela Wendt(Schmees), Grit Böhnke(Naumann), Anne Schade, Silke Jäger, Birgit Beuse, Annette Heymann, Claudia Vetter(Frank), Tonya Slacanin(Teee Williams), und Ester Schulz(Volicerova).
Trainer: Franz Jäger
Betreuer: Thomas Schade und Alex Wendt