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13.06.10

Brink-Abeler/Grün: „Wir standen mit dem Rücken zur Wand!“ – In Münster jetzt Dritte

Jubeln nach Platz drei im eigenen "Wohnzimmer" mit ihren Fans: Angelina Grün (l.) und Rieke Brink-Abeler. [Fotos: Hackmann

Seit zweieinhalb Monaten sind Rieke Brink-Abeler und Angelina Grün nun gemeinsam auf Tour – international und national. Die vergangene Woche war für das Duo vom USC Münster die erfolgreichste ihrer kurzen gemeinsamen Zeit: Nur knapp verpassten Rieke und „Grüni“ am Dienstag die Qualifikation zum Hauptfeld beim Grand Slam der Weltserie in Moskau. Am Sonntag folgte die erste Podiumsplatzierung bei der Smart-Beach-Tour.

"Wir sind halt noch nicht so gut"

Allerdings machte Brink-Abeler keinen Hehl aus der Enttäuschung nach dem verlorenen Halbfinale gegen Laboureur/Lehmann: „Das hat mich schon beschäftigt. Zum Glück konnte ich das dann im Spiel um Platz drei ausblenden“, so die gebürtige Emsdettenerin. Dennoch war es an der Zeit für ein Zwischenfazit. „Alle hatten vor der Saison hohe Erwartungen an uns. Wir auch. Jetzt müssen wir sagen: Wir sind halt noch nicht so gut“, so Rieke selbstkritisch. Die Talsohle jedoch ist nun wohl durchschritten, nachdem noch vor acht Tagen große Zweifel an Brink-Abeler und Grün nagten. „Nach Platz 13 in Hamburg haben wir gedacht: Schlimmer geht´s jetzt nicht mehr. Wir standen mit dem Rücken zur Wand“, bekennt Rieke. Und Grüni schiebt nach: „Wir beide sind an diesen bitteren Momenten sehr gewachsen. Ich kann sagen: Ich fühle mich mit Rieke nach wie vor gut!“

Harte Arbeit wartet

Nun regiert der Optimismus. „Ich freue mich sehr auf den nächsten Monat“, sagt Grün, der die Turnierpause nichts ausmacht. „Gerade nach Münster“, entgegnet Brink-Abeler, „sehe ich die Zukunft sehr optimistisch. Auch wenn wir immer wieder Spiele wie das verlorene Halbfinale geben wird. Manchmal fehlt uns da noch die Lösung.“ Daran aber wird in der nun kommenden freien Zeit hart gearbeitet, beide Athletinnen sind bekannt für ihren Ehrgeiz und ihre Akribie. Aufschlag und Annahme stehen auf dem mit Trainer Bernd Werschek erarbeiteten Plan ganz oben. „Gerade Grünis Topspin-Aufschlag ist eine echte Waffe. Das muss sich jetzt stabilisieren“, hofft Rieke. „Aber dafür muss man das eben immer wieder und wieder trainieren.“ Um dann in Turnieren den Erfolg zu kosten. Grün: „Siege sind der beste Balsam für unsere Seelen.“ Auf geht´s also…

Lutz Hackmann - www.echo-muenster.de

 

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