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Bis Mitte vergangener Woche hatte Berlin nur Niederlagen kassiert. Dann gewannen die Schützlinge von Juniorinnen-Bundestrainer Han Abbing in Leverkusen 3:0. Es war ein Erfolg, der dem Team offenbar einen kräftigen Schub gab. Gegen den USC spielte der Gastgeber mit Mut und Herz, selbst ein 13:19-Rückstand im ersten Satz konnte ihn nicht irritieren. Mit einem 8:2-Lauf wendete er das Blatt, Münster verlor erst die Souveränität, dann den roten Faden und schließlich den Satz. Der USC hatte große Probleme, ins Spiel zurück zu finden. Lange lief er im zweiten Durchgang einem Rückstand hinterher. Bei der zweiten technischen Auszeit lag er noch 12:16 hinten. Eine bedenkliche Situation, schlussendlich allerdings zog der Favorit den Kopf noch aus der Schlinge. „Keine Ahnung, was passiert wäre, wenn Berlin 2:0 vorn gewesen wäre. Aber es ist ja nicht passiert, also muss ich mir darüber auch keine Gedanken machen“, sagte Büring. Nach der Zitterphase bekam Münster die Dinge nach und nach wieder in den Griff. Berlin blieb im dritten Satz zwar noch bis zum 15:16 dran, später erlahmten die Kräfte des Herausforderers. „Am Ende war das ganz ok, was meine Mannschaft gezeigt hat. Wir haben zwei Punkte gewonnen, vor allem das zählt“, fasste Münsters Trainer die Dinge zusammen.
Gestern hatte sein Team frei, heute beginnt die Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben: Mittwoch steht der Vergleich mit Potsdam an, am Sonntag steigt der Klassiker gegen Schwerin - beide Begegnungen werden am Berg Fidel ausgetragen. „Wir müssen uns steigern. Und dies wird uns auch gelingen. Ich freue mich sehr auf das, was jetzt kommt“, so Axel Büring.
In Berlin vertraute der 44-Jährige vornehmlich seinem Stammpersonal. Die Amerikanerin Mindi Wiley durfte zwar beginnen, musste nach dem ersten Satz jedoch raus. „Mindi hat gut gespielt. Aber wenn es eng wird, vertraust du als Trainer eher jenen Spielerinnen, die in den Wochen davor überzeugt haben“, sagte Büring zum Wechsel.
VON WILFRIED SPRENGER, MÜNSTER Westfälische Nachrichten