USC Münster Volleyball-Bundesliga

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Europapokalspiel gegen Vasas Budapest wird nach neun Minuten durch den Schiedsrichter abgebrochen

MÜNSTER Alles schon mal dagewesen? Von wegen! Das, was sich am 12. Dezember 1982 ereignete, hat im deutschen Volleyball bis heute Einmaligkeits-Charakter.
Und ob es einen ähnlichen Vorfall weltweit ein zweites Mal gegeben hat, darf ebenfalls mit Fug und Recht bezweifelt werden. Aber der Reihe nach.
Auf dem Programm stand an diesem 12. Dezember 1982 um 16 Uhr das Rückspiel der ersten Runde des Europapokals der Pokalsieger zwischen den Damen des USC Münster und Vasas Budapest. Eine Woche nach der 1:3-Niederlage in Budapest hoffte das Team von Trainer Jürgen Stiegler, vor eigenem Publikum durch einen klaren 3:0-Erfolg doch noch den Sprung in die zweite Runde zu schaffen. Und weil man bei diesem Vorhaben auf große Unterstützung der heimischen Volleyball-Fans setzte, zog man von der kleinen Sporthalle der Ludwig-Erhard-Schule in die große Halle Münsterland um.

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2004 und 2005 lassen sich die Unabhängigen als Double-Gewinner feiern

MÜNSTER Dieser heiße Tag hat keinen USC-Fan kaltgelassen. Am Pfingstsonntag 2005 setzten sich die Unabhängigen zum neunten Mal die Meisterkrone auf. Im ultimativ letzten Saisonspiel besiegten sie Vilsbiburg 3:0 und verwiesen die Süddeutschen damit auf Rang zwei. Vor offiziell 4500 Zuschauern und bei gefühlten 40 Grad schwang sich Münster am Ende einer kräftezehrenden Saison noch einmal zu einer großartigen Leistung auf. Danach genoss die Mannschaft das Bad in der Menge. „Ihr seid das geilste Publikum der Welt“, schrie Spielführerin Andrea Berg mit krächzender Stimme ins Mikrofon.

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USC-Damen werden 1974 erstmals Deutscher Meister / Männer verpassen Endrunde

MÜNSTER Den meisten Sportfans ist das Jahr 1974 vor allem deshalb in Erinnerung, weil die deutsche Fußball-Nationalmannschaft sich bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land zum zweiten Male nach 1954 die Krone aufsetzte. Bei den Titelkämpfen im eigenen Land gab es im Finale gegen die Niederlande einen 2:1-Erfolg, zu dem Paul Breitner per Foulelfmeter und Gerd Müller die Tore beisteuerten. Die wenigsten wissen dagegen, dass das Jahr 1974 auch für den USC Münster ein Außergewöhnliches war. Und zwar im positiven wie im negativen Sinne.

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Tanz auf den Tischen

MÜNSTER In den 80er Jahren wurde der Damenvolleyball in Deutschland von Lohhof und Feuerbach dominiert. Vor allem die Bayern drückten der Szene ihren Stempel auf; binnen sieben Jahren gewannen sie sechsmal den Meistertitel. Der USC fristete in dieser Zeit ein kaum beachtetes Dasein im Niemandsland der Bundesliga. Doch das änderte sich, als Reinhard Horstmann das Ruder übernahm und dem Club mit großzügigen Zuwendungen und klarer Strategie neues Leben einhauchte. Unter der Führung des erfolgreichen Unternehmers und späteren USC-Präsidenten gewannen die Unabhängigen zwischen 1991 und 2000 viermal den DVV-Pokal, dreimal die Deutsche Meisterschaft sowie zweimal den CEV-Pokal und einmal den Europapokal der Pokalsieger. Es war eine großartige Epoche des Rekordmeisters.

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Was Cassius Clay mit dem USC zu tun hat

MÜNSTER In der Westfälischen Wilhelms-Universität stand die Wiege des USC Münster, die Uni-Halle war sein „Kinderzimmer“. Mehr als 20 Jahre (bis 1982) wurde in der altehrwürdigen Sportstätte am Horstmarer Landweg nicht nur trainiert, vielmehr wurden dort auch fast alle Heimspiele. Fast, weil zu ganz besonderen Begegnungen ein Umzug in die Halle Münsterland stattfand.

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Blitzstart mit acht Titeln

MÜNSTER. Wenn man über die Wiege des USC Münster schreibt, dann kommt man nicht umhin, zunächst einmal eines festzustellen. Um Punkte im regulären Meisterschaftsbetrieb wird in Münster nicht seit 50, sondern vielmehr „erst“ seit 48 Jahren gespielt. Und noch eines ist nach dem ausführlichen Studium, alter Zeitungen und Gesprächen mit damals Beteiligten zu protokollieren: Streng genommen sind die Jubiläums-Feierlichkeiten, die das aktuelle Präsidium unter der Führung von Matthias Fell für das Jahr 2011 geplant hat (den Auftakt machte am vergangenen Samstag der Empfang durch Oberbürgermeister Markus Lewe im Friedenssaal) ein kleiner „Etikettenschwindel“.

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Annedore Richter beschäftigt die Gerichte

Münster - Dass Annedore Richter in den siebziger Jahren zu den herausragenden deutschen Volleyballerinnen gehörte, steht außer Frage. Dass der heute 62-jährigen Angreiferin, die 1972 bei den Olympischen Spielen in München zum deutschen Team gehörte und insgesamt 109 Länderspiele absolvierte, im Rahmen unserer Serie „50 Jahre USC Münster“ ein eigenes Kapitel gewidmet wird, hat freilich ganz andere Gründe. Ende der siebziger Jahre nämlich beschäftigte die Angreiferin die Gerichte. Und das kam so:

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"Kaffeefahrt" endet mit einer Pleite

Münster - Als die Damen des USC Münster am 14. März 1975 zur Meisterschafts-Endrunde in Richtung Krefeld aufbrachen, da hatte das den Charakter einer „Kaffeefahrt“. Was sollte schon groß passieren? Immerhin hatte der USC in der gesamten Bundesliga-Saison nicht eine einzige Niederlage kassiert, die meisten Spiele im Schnelldurchgang für sich entschieden und lediglich eine Handvoll Sätze abgegeben. „Münster ist haushoher Favorit. Sollte die Mannschaft nicht Meister werden, wäre das eine Riesen-Sensation“, war sich im Vorfeld Bundestrainer Dai Hee Park sicher. Und auch USC-Trainer Paul Brisken hatte ein Scheitern nicht mal im Hinterkopf: „Wenn wir Normalform erreichen, sollten wir eigentlich drei klare Siege erringen und den Titel wieder nach Münster holen.“

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